#66: Dazugehören

Shownotes

Ich habe noch nie irgendwo reingepasst. Vor allem seit meine Jugendzeit habe ich star das Gefühl, dass ich anders bin. Heute stört mich das nicht mehr. Aber früher dachte ich, dass ich niemals irgendwo reinpassen werde und habe mich deswegen verbogen bis zum berechnen um in verschiedene Welten und Gruppen reinzupassen. Heute weiß ich, dass wenn ich mich gut aufgehoben fühlen möchte, das biegen überhaupt nichts bringt, sondern nur das Gegenteil. Und genau darum geht es in dieser Folge. Wie kann ich ein Gefühl von Zugehörigkeit haben und wo ist der Unterschied zum Reinpassen.

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00:00:06: Herzlich willkommen bei Gedankenanstöße, dein Podcast für wöchentliche neue Impulse und Gedanken.

00:00:11: Mein Name ist Anna-Jelena Meier und ich freue mich total dass du dabei bist!

00:00:16: Hier bekommst du jeden Montagmorgen Gedankenanstöße die fünf bis acht Minuten lang sind mal von mir und mal in Form von Gasgedanken von tollen Menschen die ich auf meinen Wegen so kennengelernt habe.

00:00:27: also freut dich jetzt auf deinen wöchenlichen Impuls und ich bin gespannt was du mitnehmen kannst.

00:00:40: hallo ihr Ich hoffe, euch geht es gut.

00:00:44: Ich hoffe ihr erfahrt viel Liebe und Freude und ganz viele Dinge die euch ein gutes Gefühl geben!

00:00:51: Ich möchte heute mit euch über etwas sprechen das mich in meiner Jugend sehr stark beschäftigt hat und manchmal auch noch heute was mit mir macht.

00:01:02: Es gibt für das worüber ich spreche möchte irgendwie nicht so die allerschönsten deutschen Wörter, deswegen werde ich euch die einmal in Englisch sagen und erklären was ich damit meine.

00:01:11: Und zwar möchte ich heute mit euch über den Unterschied zwischen belonging-in and fitting-in also quasi sowas wie wo rein zu passen oder wo dazu zu gehören.

00:01:24: Ich finde aber dazugehören hat für mich auch wieder so eine negative Konnotation im Sinne von man muss dazugehören um zum Beispiel cool zu sein oder beliebt zu sein gesellschaftlich akzeptiert zu sein und deswegen würde ich es, glaube ich gerne in dieser Folge bei diesen beiden englischen Begriffen belassen.

00:01:44: Also der Unterschied zwischen fitting-in and belonging.

00:01:49: Mir ging's in meiner Jugend so dass sich das Gefühl hatte Ich gehöre einfach nirgends wo dazu?

00:01:56: Ich passe nirgens wo rein.

00:01:58: Alles an mir ist falsch!

00:02:00: Ich kann auch nichts richtig machen Und so habe ich manchmal versucht mich zu verbiegen und zu brechen, um irgendwo reinpassen zu können.

00:02:12: Und je älter ich wurde, desto schmerzhafter wurde das.

00:02:16: also diese Wunde wurde einfach immer größer und ich hatte immer mehr das Gefühl Ich bin anders und ich bin komisch und ich werde nie quasi Menschen finden wo ich hingehöre Wo ich mich wohlfühle, wo ich einfach ich sein kann.

00:02:30: Was ich erst verstanden habe, als ich älter geworden bin ist dass ich nirgendswo rein passen muss.

00:02:38: Also mich zu verändern und zu verbiegen hat letztendlich genau den gegenteiligen Effekt gehabt von dem was ich eigentlich tun wollte weil ich wollte ja irgendwo dazugehören.

00:02:50: also I tried fitting in.

00:02:54: Ich habe immer versucht nicht anzupassen um irgendwo dazu gehören zu können Und da merkt ihr auch schon, dieses Dazugehörn und Rheinpassen ist im Deutschen nicht so toll wie fitting in a belonging.

00:03:07: Beim Belonging geht es nämlich darum, dass das da wo man isst, dass man da einfach genau richtig ißt also dass man dazu gehört ohne aber was dafür getan zu haben.

00:03:17: Deswegen ist es so schwierig, dass solche Schilden ins Deutsch zu übersetzen.

00:03:21: Also ich habe es nie geschafft in meinem ganzen Leben – und auch heute schaff' ich das noch nicht – irgendwo reinzupassen to fit in.

00:03:30: Ich glaube, das hat einfach ganz viel damit zu tun.

00:03:34: Ich bin ein besonderer Mensch und ein Mensch der anders ist – und das ist für mich heute mittlerweile in Ordnung!

00:03:40: Ich fühle sehr tief, meine Gefühle sind groß und laut, ich bin sehr offen und ehrlich, ich Bin sehr direkt und ich glaube viele Menschen überfordert das wie ich bin.

00:03:53: Und zum Beispiel ein tolles Beispiel dafür Ich weiß nicht, ob es das bei euch auch gab.

00:03:58: Aber bei mir gab's als ich Abi gemacht habe in dieser Abi-Zeitung quasi ein Voting und da wurde ich gewohnt zur Drama Queen des Jahrgangs.

00:04:10: Damals hat mich das ziemlich doll getroffen.

00:04:13: Heute weiß ich, dass ist was damit zu tun hat, dass Menschen eben nicht verstehen, was es bedeutet tiefe und große Gefühle zu haben.

00:04:22: Und das sind Ordnungen!

00:04:23: Und ich weiß, ich habe diese Tiefen und großen Gefühle auch heute noch.

00:04:28: Was ich über die Jahre gemerkt habe – vor allem sagen wir mal in den letzten fünf bis sieben Jahren – je weniger ich versucht habe reinzupassen, tüffelt innen, desto mehr habe ich Menschen gefunden bei dem ich das Gefühl von Belonging dazugehören hatte.

00:04:45: Heute merke ich es ganz stark!

00:04:47: Heute versuche ich nögens wo mir rein zu

00:04:49: passen.".

00:04:50: Weil es ist überhaupt nicht notwendig, dass ich mich verbiege und verbreche um irgendwo rein zu passen.

00:04:57: Sollten heute habe ich verstanden?

00:04:59: Ich darf mit allem was ich bin einfach ich sein!

00:05:02: Und entweder der Mensch der mir gegenübersteht für den is das richtig und genug und fühlt sich gut an oder eben nicht... ...und wenn ich diese Menschen finde bei denen ich ich sein kann, bei denen alle Anteile von mir Platz finden dürfen dann habe ich das Gefühl von Belonging, also dazu zugehören.

00:05:25: Und das wird immer stärker bei mir je älter ich werde und das ist genau das was ich euch auch mitgeben möchte.

00:05:33: Je mehr ihr versucht irgendwo dazuzugehören, euch zu verbiegen reinzupassen anzupassen, desto weniger werdet ihr das Gefühl für Belongging haben, also dazuzugehören.

00:05:46: weil dieses Gefühl kann nur entstehen, wenn ihr eine Gruppe findet in der ihr vollständig und ganz ihr selbst sein dürft.

00:05:54: Und ich glaube das ist wirklich etwas was essentiell ist für auch den inneren Heilungsweg!

00:06:02: Weil nur wenn ihr vollständig mit euch in Verbindung geht und alles was in euch drin ist auch nach außen zulasst dann könnt ihr das Gefühl von Belonging haben.

00:06:13: Und dann könnt ihr im Einklang mit euch leben und dann könnt jeder Mensch werden, der ihr schon immer sein wolltet.

00:06:21: Deswegen ist es mir so wichtig den Unterschied zwischen diesen beiden Worten für euch einmal zu erklären oder aufzuschütteln.

00:06:29: Es sind ja nicht nur Wortes, sondern ein Gefühl.

00:06:32: Ich kann euch nur sagen wenn ihr gerade nicht das Gefühl habt reinzupassen für Ding in, dann ist das in Ordnung Und ihr dürft euch davon lösen, ihr müsst nögen zu reinpassen.

00:06:45: Aber ihr werdet und das verspreche ich euch je weniger ihr euch anpasst, desto mehr werdet ihr einen Platz und Menschen finden wo ihr Belonging seid also dazugehört!

00:06:57: Ich kann nur für meinen Teil sagen ich bin jetzt dreißig Jahre alt und alle Menschen die mich umgeben die ich nah in meinem Herzen habe bei all denen hab' ich das Gefühl I am Belonging.

00:07:11: Und genau dieses Gefühl wünsche ich euch auch von Herzen und ich drücke euch ganz fest natürlich nur mit Konsens, und wünsche euch eine ganz wunderschöne Woche!

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