#65: Was ist Dopamin
Shownotes
In dieser Infofolge geht es um die Funktion von Dopamin als Botenstoff im Gehirn, der Motivation, Lernen und Aufmerksamkeit steuert. Außerdem wird erklärt, warum schnelle, sofort verfügbare Reize unser Belohnungssystem besonders stark ansprechen und weshalb das langfristig Einfluss auf unser Verhalten haben kann. Eine verständliche Einordnung darüber, wie Dopamin unser Denken und Handeln im Alltag mitprägt.
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00:00:05: Herzlich willkommen bei Gedankenanstöße, dein Podcast für wöchentliche neue Impulse und Gedanken.
00:00:10: Mein Name ist Anna-Jelena Meier und ich freue mich total dass du dabei bist!
00:00:15: Hier bekommst du jeden Montagmorgen Gedankenanstöße die fünf bis acht Minuten lang sind mal von mir und mal in Form von Gasgedanken von tollen Menschen die ich auf meinen Wegen so kennengelernt habe.
00:00:26: also freut dich jetzt auf deinen wöchenlichen Impuls und ich bin gespannt was du mitnehmen kannst.
00:00:39: Hallo ihr, schön dass ihr eingestaltet habt.
00:00:42: Heute ist wieder die erste Folge dieses Monats und ich möchte erst mal sagen herzlich willkommen in diesem neuen Monat.
00:00:50: Es gibt heute auch noch eine Meditation.
00:00:51: das ist dann die nächste Folge Und ich möchte heute mit euch in den Monats starten wie immer mit einer Infofolge.
00:00:59: Heute wird es um das Thema Dopamin gehen.
00:01:01: Ich glaube Dopamin is wirklich In aller Mundo und es wird in so vielen unterschiedlichen Kontexten ja, behandelt und auch dargestellt.
00:01:11: Und ich glaube aber häufig wird es auch in keiner schönen Art und Weise dargestellt und deswegen möchte ich euch heute einfach mal ein bisschen mitnehmen was Dopamin ist und warum das so wichtig ist also.
00:01:25: Dopamin is wahrscheinlich einer der bekanntesten Botenstoffe des Körpers wie gesagt ihr kennt den sicherlich alle und er wird häufig auch als Glückshormon bezeichnet Aber eigentlich ist es so, dass Dopamin gar nicht so viel mit Glück zu tun hat wie wir denken.
00:01:38: Sondern das er eigentlich eher mit unserem Belohnungssystem zu tun hatte und es spielt nämlich eine zentrale Rolle.
00:01:45: also Dopamin spielt eine zентrale Rolle warum wir jeden Morgen aufstehen wollen und warum wir unsere Ziele verfolgen wollen und Warum wir neugierig sind und warum die Dinge immer wieder tun.
00:01:57: Und wenn man das so kurz zusammenfasst dann beeinflusst Dopamin eigentlich, worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten und wofür wir gerne auch Energie aufbringen.
00:02:07: Und einmal kurz das Wissenschaftliche dahinter.
00:02:12: also Dopamin ist ein Botenstoff in unserem Gehirn- und Nervensystem.
00:02:15: Ein Botenstoff könnt ihr euch so vorstellen dass es quasi was im unseren Gehirnen Nachrichten übermittelt.
00:02:21: Das ist wie so ein kleiner Brief der sich zwischen den Neuronen hin und her geschickt wird.
00:02:27: Die wichtigste Aufgabe von Dopamin ist es, quasi unser Verhalten zu steuern.
00:02:32: Weil's hilft uns zu erkennen was ist uns eigentlich wichtig?
00:02:35: Wofür lohnt es sich Energie aufzubringen und welche Sachen möchte ich zum Beispiel auch wiederholen?
00:02:40: Und dadurch sorgt Dopaminen primär nicht dafür dass wir glücklich sind sondern es sorgt eher dafür das wir motiviert bleiben.
00:02:47: Deshalb wird es manchmal auch als Teil unseres Motivations- und Belohnungssystems und als Glückshormon beschrieben.
00:02:54: Warum brauchen wir also Dopamin?
00:02:56: Ohne Dopamin würde es uns schwer fallen, zum Beispiel Entscheidungen zu treffen.
00:03:00: Das ist übrigens was, was mir tatsächlich generell schwerfällt.
00:03:04: Etwas Neues zu lernen, Ziele zu verfolgen, aufmerksam zu bleiben und Gewohnheiten aufzubauen.
00:03:10: Und das gibt so Momente wo Dopamin wirklich eine große Rolle spielt also
00:03:15: z.B.,
00:03:15: wenn du deinen Urlaub planst dass du dich so oft einen Urlaub freust oder wenn du dich auch des Wiedersehen mit einem lieben Menschen freust oder Happy-Bisten ein wichtiges Projekt abgeschlossen zu haben.
00:03:25: Das macht alles Dopamin!
00:03:28: Interessanterweise wird Dopamin nicht erst ausgeschüttet, wenn wir etwas erreicht haben sondern schon mitten im Prozess.
00:03:35: also es steigt vorher schon häufiger an nämlich genau dann wenn wir sitzen und eine Belohnung aktiv erwarten und eben das motiviert uns dann dranzugleiten.
00:03:46: Ich glaube, was ganz wichtig ist zu sagen, dass Dopamin uns ständig begleitet und nicht nur ein Ausnahmethema ist.
00:03:53: In den letzten Jahren wurde Dopamin häufig im Zusammenhang mit Social Media und Streamingdiensten online Shopping- und Videospielen erwähnt.
00:04:01: Der Grund dafür ist nicht das in diesen Dingen an sich quasi Dopamin enthalten ist oder wenn wir durch diese Aktivitäten Dopamin ausschütten, dass es schädlich.
00:04:10: Der entscheidende Punkt ist, dass viele von diesen neuen Angeboten eben sehr schnelles und einfaches Dopamin und das sehr regelmäßig liefern.
00:04:19: Wenn du dir zum Beispiel vorstellst, du lädst einen neuen Beitrag bei, ich sag jetzt mal in der Social-Media-Plattform hoch dann kriegst du ein Like oder eine Nachricht dazu.
00:04:28: Das schüttet schon Dopamin aus!
00:04:30: Oder auch wenn wir z.B.
00:04:32: bei TikTok sind des nächsten Videos jedes Mal gibt es da eine kleine Dopaminausschüttung.
00:04:38: Und obviously, unser Gehirn mag solche Belohnungen.
00:04:42: Weil sie schnell und einfach verfügbar sind und eben kaum Aufwand erfordern.
00:04:47: Da kommen wir dann wirklich zu dem wichtigen Punkt.
00:04:51: Das Problem an sich ist nicht Dopamin!
00:04:53: Das Problem entsteht erst dann wenn wir uns daran gewöhnen dass Dopamin permanent und schnell und ständig verfügba ist Anstatt das es manchmal halt auch Dinge gibt die etwas Geduld erforderen bis quasi Dopamin ausgeschüttet wird, also bis die Belohnung dann passiert.
00:05:12: Und es gibt Dinge, in denen wir tun können im Alltag um das quasi wieder ins Gleichgewicht zu bringen.
00:05:17: Also nur auf Social Media rumzuhängen wird immer dazu führen dass unser Gehirn sich mehr und mehr gewöhnt an diese schnellen Dopaminkake.
00:05:26: Das werdet ihr dann merken, wenn quasi dann Aufgaben anstehen die ihr eigentlich auch gerne macht und wo es aber ein bisschen mehr Geduld und längere Zeit braucht bis das Belohnungssystem aktiviert wird.
00:05:38: Wie gesagt gibt's Dinge, die ihr dafür aber auch jeden Tag tun könnt zum Beispiel ein Buch zu lesen oder ihr könnt eine neue Sprache lernen oder regelmäßig Sport treiben oder zb Musikinstrument lernen also Dinge die einfach einen Ticken mehr Gedult erfordern als Scrawling Weil diese Aufgaben oder diese Aktivitäten können ebenfalls sehr befriedigend sein für unser Gehirn, das Ding ist aber sie verlangen halt ein bisschen mehr Zeit und Wiederholung und Durchhalte vermögen.
00:06:06: Und das können wir aber trainieren!
00:06:09: Wenn unser Alltag also fast ausschließlich aus schnellen Reizmen steht... können langsamer Aktivitäten im Vergleich weniger attraktiver unser Gehirn wirken.
00:06:18: Wissenschaftlich spricht man hier nicht von einem Dopamindeffekt, sondern eher davon dass unsere Aufmerksamkeit zunehmend auf sofortige Belohnungen ausgerichtet wird.
00:06:26: also wie gesagt wir wollen dann nur noch diese schnelle Belohnung und für uns ist es dann ganz schwer Dinge zu tun die einfach mehr Geduld erfordern.
00:06:33: viele von uns leben heute in dem Alltag wirklich mit ganz vielen Reizen, so was wie Podcast-Helmen beim Spaziergang.
00:06:39: Seriengucken beim Essen auf dem Handy scrollen während der Filme im Fernsehen läuft und eigentlich jede freie Minute auf Social Media verbringen.
00:06:48: Ich weiß dass viele von uns chronisch online sind.
00:06:51: Dadurch bekommt das Gehirn nur ganz selten die Möglichkeit überhaupt zur Ruhe zu kommen.
00:06:56: Dabei entstehen aber eigentlich viele wichtige Prozesse, genau in Momenten, in denen wir eben nicht dauerbeschäftigt sind.
00:07:02: Also indem wir nicht permanent eingespannt sind.
00:07:05: Kreativität passiert... Wir verarbeiten Dinge,... ...wir können reflektieren und mehr denken und eigene Gedanken formen.
00:07:15: Und deshalb kann es eben hilfreich sein!
00:07:17: Nicht jede freie Minute mit Reizen zu füllen.
00:07:20: Nicht nur damit unser Gehirn versteht, dass es sich lohnt Dinge zu tun die ein bisschen mehr Geduld brauchen und langsamer sind, sondern auch für uns selber um in Kontakt mit uns selber zu bleiben.
00:07:33: Das heißt aber nicht das ich dir empfehlen möchte, dass ihr euch komplett auf Social Media abmeldet und nur noch in langfristiges Dopamin investiert, sondern ich möchte euch eher ermutigen einen gesunden Umgang mit Dopamin!
00:07:45: zu finden und da in eine Ausgewögenheit zu kommen.
00:07:49: Und ich glaube... Das könnt ihr einfach erreichen, indem ihr wieder Aktivitäten mehr nachgeht mit langfristiger Belohnung.
00:07:56: Ich liebe es zum Beispiel zu lesen.
00:07:58: Es gibt mir ganz viel.
00:08:00: Ich finde das sehr befriedigend.
00:08:02: Muss aber auch sagen, dass ich mich immer schwerer tue mit Büchern, die sehr langatmig sind.
00:08:08: Da merke ich dann
00:08:09: z.B.,
00:08:09: mein Dopaminsystem nicht mehr, das gerne mag, wenn ein Buch sehr langartmig ist und einen Turn auf den letzten zehn Seiten passiert.
00:08:17: Dann bin ich sehr unzufrieden mit dem Buch!
00:08:20: kann natürlich aber auch daran liegen, dass es vielleicht auch einfach kein guter Stil ist.
00:08:23: Ich weiß nicht, vielleicht mögen manche von euch ja auch gerne langatmige Bücher.
00:08:28: Aber es gibt wie gesagt auch andere Aktivitäten die quasi eine langfristige Belohnung im Gehirn auslösen, die ich auch schon vorher genannt habe.
00:08:35: so was wie Sport oder auch kreative Projekte anzufahren etwas Neues zu lernen, Gartenarbeit Musik zu machen Und vor allem wird es euch helfen, Momente zu suchen wo ihr nicht ständig unterhalten seid und wo unser Gehirn oder euer Gehirnt die Zeit hat das zu verarbeiten was in unserem Alltag alles so passiert.
00:08:55: Weil unser Alltag ist so unfassbar schnell und so unfastbar viel!
00:09:01: Das können dann Dinge sein wie spazieren ohne das Handy oder ohne den Podcast oder auch bewusstes Warten ohne Ablenkung wenn ihr euch zum Beispiel ein Kaffee bestellt habt da nicht das Handy zu drücken sondern einfach dazustehen und zu gucken in der Natur rumzugucken oder im Laden herumzugucken.
00:09:16: Oder auch generell einfach nur Zeit, in der natur zu verbringen.
00:09:20: So um jetzt hier nochmal das ganze zu schließen Dopamin ist ein wirklich wichtiger Botenstoff der Motivation und Lern- und zielgerichtetes Verhalten eben unterstützt.
00:09:29: Und das wollen wir ja.
00:09:30: Es hilft uns dabei Dinge zu verfolgen die uns wichtig und bedeutsam sind.
00:09:35: Dopamin isst erst dann problematisch wenn wir immer nur an schnellere und häufigere Belohnungen gewöhnt sind und es uns deshalb schwerfallen kann quasi Dinge zu tun, wo einfach mehr Durchhaltevermögen gefragt ist.
00:09:49: Und deshalb kann das eben hilfreich sein Wustraum für Aktivitäten zu schaffen die Geduld erfordern und auch langfristige Zufriedenheit fördern.
00:09:59: So ich glaube wir sind jetzt hier alle hoffentlich ja auf der gleichen Ebene was Dopamine ist warum es wichtig ist wie's ausgelöst wird und schwimmen nicht mehr so im Dunkeln.
00:10:11: Ja, wenn ich das Wort jetzt verwende in zukünftigen Folgen, dann wisst ihr jetzt genau was ich meine.
00:10:17: Und ich wünsche euch heute einen fantastischen Start in diesem Monat und ich freue mich darauf, wenn ihr der Mensch werdet, der ihr schon immer sein wolltet!
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