#50: Die Angst vor dem Altern

Shownotes

Mit jedem Tag werden wir älter. Und obwohl es das normalste der Welt ist haben wir Angst davor und sprechen nicht darüber. Da ich vor kurzem 30 geworden bin hat mich diese Angst in den letzten Monaten sehr aktiv begleitet. Aber es gibt die Möglichkeit altern anders zu sehen, mit neuen Augen. Und genau diese Perspektive möchte ich in dieser Folge mit euch teilen!

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00:00:05: Herzlich willkommen bei Gedankenanstöße, dein Podcast für wöchentliche neue Impulse und Gedanken.

00:00:10: Mein Name ist Anna-Jelena Meier und ich freue mich total, dass du dabei bist.

00:00:15: Hier bekommst du jeden Montagmorgen Gedankenanstöße, die fünf bis acht Minuten lang sind.

00:00:20: Mal von mir und mal in Form von Gasgedanken, von tollen Menschen, die ich auf meinen Wegen so kennengelernt habe.

00:00:26: Also freut dich jetzt auf deinen wöchentlichen Impuls und ich bin gespannt, was du mitnehmen kannst.

00:00:40: Hallo ihr, ich möchte diese Folge wie immer mit ganz viel Liebe für euch starten.

00:00:47: Und hoffe wie immer, ganz, ganz, ganz, ganz doll, dass es euch gut geht.

00:00:52: In dieser Folge möchte ich mit euch über etwas sprechen, das mich auch ganz doll beschäftigt hat.

00:01:00: Und auch den Drill kennt ihr schon, das ist ja fast jedes Mal so.

00:01:06: Und so möchte ich mit euch über das Altern sprechen.

00:01:09: Und ich hab das Gefühl, dass das generell etwas ist, worüber auch nicht so viel und vor allem auch nicht gern gesprochen wird.

00:01:16: Und das geht mir ehrlicherweise auch so.

00:01:19: Ich bin vor ein paar Monaten dreißig geworden und das war für mich ehrlicherweise ganz schön schwer.

00:01:26: Mich weiß ich jetzt irgendwie das Leben plötzlich von einer Nacht auf die andere verändert hat, sondern weil diese Zahl irgendwie einfach was in mir ausgelöst hat, dieser Jahrzehntwechsel.

00:01:38: Und ... in mir drin so ein großes Gefühl auch davon entstanden ist, bin ich eigentlich da, wo ich sein wollte oder vielleicht sogar auch sollte.

00:01:47: Und ich hab auch ein bisschen die Angst, dass mir einfach was mit einem älter werden verloren geht, obwohl man hier auch ganz, ganz, ganz viel gewinnt.

00:01:57: Und ich glaube, also ich möchte euch einfach ganz konkret meine Ängste einmal benennen, die mit dem Alter in einen Herr gehen.

00:02:04: Das eine ist, dass ich halt diese Angst hab, dass ich ... mit meinem Alter noch nicht genug erreicht habe, was auch immer genug ist und wer auch immer das definiert.

00:02:14: Die andere Angst ist, dass ich einfach Zeit verloren habe, also, dass ich Entscheidungen getroffen habe, die mich nicht da hingeführt haben, wo ich sein sollte und auch da wieder ne.

00:02:22: Ich weiß ganz rational, wer sagt eigentlich, wo wir wann zu sein haben.

00:02:27: Und ganz ehrlich, und das ist, glaube ich, auch mit einer der größten Ängste von denen, ist, dass ich halt als Frau für ... die Gesellschaft und auch für Männer, weil ich bin einfach Single, weniger attraktiv bin.

00:02:41: Nicht weil ich das will, sondern weil wir halt von klein auf lernen, dass es so ist.

00:02:48: Und das hat ganz viel mit dem Patriarchat zu tun.

00:02:52: Und ich weiß, das Patriarchat, das ist so ein unendlich großes Wort.

00:02:55: Und dazu werde ich euch auch demnächst eine Info-Folge machen, dass ihr wisst eigentlich, was das ganz, ganz genau ist.

00:03:03: vielleicht einmal runtergebrochen, dass Patriarchat beschreibt quasi das Machtsystem, in dem wir uns gesellschaftlich bewegen und besagt, dass unser System von Männer für Männer gebaut worden ist.

00:03:13: Das ist so ganz vereinfacht runtergebrochen.

00:03:16: Und in diesem System oder in dieser Struktur wird der Wert von Frauen häufig ganz stark an Jugend und Aussehen und Begehrlichkeit geknüpft.

00:03:27: Und bei Männer bedeutet Alter, oder wird oft verknüpft mit Reife und Erfahrung und Status.

00:03:36: Und für Frauen wiederum wird Altern dagegen ganz häufig mit Verlust verknüpft, weil wir eben oder weil unser Wert im patriarchalen Machtgefälle oder einem in der patriarchalen Machtstruktur eben ganz häufig mit unserem Aussehen und mit unserer Jugend verbunden ist.

00:03:56: Und die geht halt einfach Schritt für Schritt.

00:03:59: und ganz langsam verloren, wenn wir älter werden.

00:04:02: Also wir sehen halt nicht mehr aus wie zweiundzwanzig, wenn wir vierzig sind.

00:04:06: Und das ist ja auch okay.

00:04:08: Aber trotzdem ist das was, wovor ich zum Beispiel einfach Angst habe.

00:04:14: Und ich glaube, ganz wichtig zu sagen ist, dass meine Angst nicht die einzige Angst ist oder meine Ängste nicht die einzigen Ängste sind, die mit dem Alter verbunden sind.

00:04:26: Und dass es übrigens auch ganz, ganz menschlich ist, dass wir davor ... Angst haben dürfen, einfach in dem Kontext, dass wir halt so aufgewachsen sind.

00:04:35: Und ich glaube, dass vor allem das Alter uns ganz doll mit unserer Endlichkeit konfrontiert.

00:04:42: Und mit der Frage, was mache ich eigentlich aus meiner Zeit?

00:04:46: Wie gehe ich eigentlich weiter?

00:04:47: Wie soll mein Leben in der Zukunft aussehen?

00:04:52: Und ich möchte euch heute eine neue Perspektive dazu öffnen, und zwar Ja, wir dürfen Angst vor dem Alter haben, auf jeden Fall, weil wir dürfen immer alle Gefühle fühlen, die in uns drin sind.

00:05:02: Aber Alter bedeutet eben nicht nur Verlust, so wie es uns häufig im Außen dargestellt wird.

00:05:08: Es bedeutet auch, dass wir näher zu uns finden können.

00:05:12: Dass wir mehr Klarheit finden können, mehr Selbsterkenntnis.

00:05:17: Und dass wir auch weniger Toleranz für Dinge entwickeln, die sich für uns nicht mehr gut anfühlen.

00:05:23: Kurz gesagt ... Wir werden immer mehr zu den Menschen, der wir eigentlich sein sollten.

00:05:28: Und dadurch fühlt sich Eltern vielleicht ein bisschen unbequem an.

00:05:32: Aber auf der anderen Seite ist es damit eigentlich auch das Schönste, was uns passieren kann.

00:05:37: Das heißt, die älter wir werden, je besser wir uns selber kennenlernen, desto mehr können wir auch im Einklang mit uns leben.

00:05:43: Und das ist doch eigentlich eine ziemlich, ziemlich geniale Perspektive, oder?

00:05:48: Wenn ich daran denke, wie wenig ich im Einklang mit mir gelebt habe in meinen Teenagejahren oder auch meinen Anfang zwanzig an, und wie viel näher ich jetzt an mir dran bin und zu wissen, dass ich in den nächsten Jahren noch näher an mich rücken werde und noch näher und noch näher, das ist doch, oh, das ist doch die größte Befreiung überhaupt, dass wir einfach lernen, mehr wer wir selbst sind und wie wir leben wollen und wie wir uns die Welt und unsere Welt vorstellen.

00:06:18: Das heißt, ich möchte dir einfach nur sagen, du musst das Älterwerden nicht lieben.

00:06:25: Aber vielleicht darfst du anfangen, es nicht mehr als etwas zu sehen, dass dir etwas nimmt.

00:06:31: Sondern vielleicht darfst du es als etwas sehen, was dir etwas gibt und was dir hilft, dich selbst zu finden und besser kennenzulernen.

00:06:41: So versuch ich zumindest auf jeden Fall, das Alter jetzt zu sehen.

00:06:46: Und vielleicht bist du ja auch eine von diesen Personen, die damit gar nicht so strackeln.

00:06:51: Und auch das ist absolut okay.

00:06:53: Und dann kann ich mir sagen, herzlichen Glückwunsch und freud ich drüber.

00:06:56: Und trotzdem weißt du jetzt, dass mit jedem Jahr, dass du älter wirst, du näher zu dir kommst.

00:07:02: Ich glaube, das ist doch einfach eine sehr schöne Erkenntnis und ein sehr schöner Gedanke.

00:07:07: Und genau damit entlasse ich euch jetzt in diese Woche, weil mit jedem Tag, den ihr vorangeht, jede Stunde, kommt ihr näher zu euch selbst.

00:07:16: Ich schicke euch ganz viel Liebe und bis ganz bald!

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